PASINGER PRAXIS für LOGOPÄDIE - HYPNOSETHERAPIE - PSYCHOCOACHING

                                                                  Die Sprache ist die Form, die Gestalt und das Gewand des Geistes

                       

               "Unbewusstes braucht das Licht des Bewusstseins. Bewusstheit                                                                             braucht die Energie des Unbewussten"

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Klinische Hypnose - Hypnotherapie - Hypnosetherapie

Um den Begriff Hypnose ranken sich viele Vorurteile und Missverständnisse. Wie so oft im Leben gilt auch hier: Hypnose ist vermutlich anders, als Sie denken. Auch gibt es nicht "Die Hypnose". 

Es gibt viele unterschiedliche Ansätze und Methoden der Hypnose. Bitte verwechseln Sie nicht das, was Sie vielleicht in einer Show-Hypnose oder spannenden Krimis gesehen haben, mit der therapeutischen Hypnose in der Praxis. Die von uns verwendeten Ansätze der Erickson'schen Hypnotherapie unterscheiden sich erheblich von traditionell autoritären und direktiven Methoden der Suggestivhypnose. Bei den Erickson'schen Ansätzen wird Ihnen nichts durch plumpe Suggestionen ein- oder ausgeredet, sondern wir erarbeiten in kreativen hypnotischen Tranceprozessen Lösungen für Ihre Themen. Wir "hypnotisieren" niemanden, sondern bringen Ihnen bei, wie Sie eigenständig den veränderten ressourcenreichen Zustand erreichen, den wir Trance oder Hypnose nennen. So behalten Sie selbst alle Kontrolle, die Sie sich wünschen und brauchen, um vertrauensvoll und eigenständig Ihre wahren Potenziale zu entfalten. Wir selbst sehen uns dabei weniger als Therapeuten, noch viel weniger als Hypnotiseure, sondern eher als eine Art kompetente Reiseführer. Die therapeutische Anwendung von Hypnose wird Hypnotherapie oder Hypnosetherapie genannt. 

Häufige Fragen zur Hypnose

Wird man in Hypnose zu einem willenlosen Werkzeug?

Vergessen Sie alles, was Sie vielleicht in einer Hypnoseshow oder in spannenden Krimis gesehen haben. Niemand kann unter Hypnose mehr als sonst auch zu Dingen gezwungen werden, die gegen seine Ethik oder eigenen Interessen verstoßen. Es gibt eine Art inneren Beobachter, der immer aktiv und wach ist!
Außerdem wäre es für die therapeutische Nutzung einer Trance wenig Erfolg versprechend, wenn Sie tatsächlich zu einem willenlosen Objekt würden, das stur den Suggestionen des Therapeuten folgt. Sie selbst sind die wichtigste Person bei allen hypnotischen Trancen! Was Sie sich wünschen steht daher absolut im Vordergrund.
 

Wie groß ist die Gefahr, dass man Geheimnisse enthüllt, die man lieber für sich behalten würde?

Genauso wenig wie Sie in Hypnose zu einem willenlosen Objekt werden, enthüllen Sie irgendwelche Geheimnisse, die Sie für sich behalten wollen. Man kann in einer Hypnose sogar lügen - bewusst oder unbewusst. Aber natürlich sollte der therapeutische Kontext dazu angelegt werden, dass Sie wichtige Dinge, die die Therapie betreffen, offen ansprechen, wenn sie relevant sind. Bei unserer Arbeit plädieren wir darüberhinaus sehr dafür, dass unsere Klienten nur die Dinge kommunizieren (auch wenn Sie entscheidend für die Therapie sind), die in Ordnung für sie sind offenbart zu werden. Der Schutz des Klienten hat für unsere Arbeit oberste Priorität.


Kriege ich nichts mehr mit von dem was in der Hypnose passiert?

Normaler Weise bekommen Sie alles mit, was in der hypnotischen Trance geschieht. Hypnose ist weder Bewusstlosigkeit noch Schlaf. Oft kommt es einem nach einer Trance aber so vor, als sei man zwischendurch "ganz weg" gewesen, zum Beispiel weil man sich nicht mehr an alles erinnert. Dafür verantwortlich sind im Wesentlichen zwei sogenannte hypnotische Phänomene (auch Trancephänomene genannt): Die Fähigkeit erlebte Inhalte zu vergessen und die Fähigkeit zu dissoziiertem Erleben. Bei einem dissoziierten Erleben (Dissoziation - Assoziation) ist ein Teil unserer Wahrnehmung so sehr ausgeblendet, dass wir nicht mehr bewusst wahrnehmen. Wir alle kennen das aus dem Alltag: Manchmal sind wir so sehr in eine bestimmte Sache vertieft, dass wir zum Beispiel nicht mehr hören, dass uns jemand schon einige Male angesprochen hat, oder Schmerzen, die wir vorhin noch erlebt haben scheinen wie verschwunden, weil wir intensiv abgelenkt und mit anderen Dingen beschäftigt sind.


Was ist, wenn ich nicht wieder aus der Hypnose erwache?

Hypnose ist kein Schlaf! Daher wacht auch niemand in dem Sinne aus einer hypnotischen Trance auf oder nicht auf. Trance ist ein ganz natürlicher Zustand, den wir alle aus dem Alltag kennen. In der Therapie nutzen wir diesen kreativen Zustand gezielt, um Lösungen zu erarbeiten. Aus einer Trance zurück in das Alltagsbewusstsein zu kommen geschieht ganz von selbst nach einer gewissen Zeit, genauso, wie Sie vielleicht eine Zeit vor sich hingedöst haben und dies dann wieder ganz eigenständig und automatisch beenden. Oft ist eine hypnotische Trance aber so angenehm, dass Sie lieber noch eine Weile darin verweilen möchten. In einer geführten hypnotischen Trance durch einen Therapeuten oder Coach, wird Sie dieser am Ende der Trance-Arbeit einladen, wieder in die Gegenwart zurückzukehren und Sie können dieser Aufforderung leicht folgen.


Ist jeder Mensch hypnotisierbar?

Wir mögen den Ausdruck "hypnotisieren" nicht und benutze ihn für unsere Arbeit nicht, weil er einen falschen Eindruck vom eigentlichen Geschehen in der Hypnose erweckt. Wir können in dem Sinne, dass irgendjemand von außen etwas mit jemand Anderem anstellt, was dann unvermeidlich passiert, nämlich niemanden hypnotisieren. Zu eine Hypnose/einer Trance können wir nur einladen und der Organismus des Empfangenden/Klienten entscheidet ganz eigenständig darüber, ob er diese Einladungen annimmt oder nicht. Allerdings ist das im Wesentlichen eher eine unbewusste als bewusste Entscheidung. Und es gibt Methoden, mit denen wir die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, ob jemand unsere Einladung in Trance zu gehen, eher annimmt oder weniger.
Deshalb würden wir die Frage am ehesten so beantworten: Niemand ist hypnotisierbar, aber jeder durchschnittliche, normale Mensch kann eine hypnotische Trance erleben, wenn wir gemeinsam den optimalen Weg finden. Ihn also dazu einladen, eine Trance in sich entstehen zu lassen.

Was also ist eine Hypnose (Trance)?

Trance (Hypnose) und Hypnotherapie sind wissenschaftlich anerkannte und langjährig erprobte psychotherapeutische Methoden, die bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Erfolg in verschiedenen Bereichen der Psychotherapie, der Medizin und Zahnmedizin angewandt werden. Die Methoden sind orientiert an den Ressourcen jedes Menschen; dies sind Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen, Talente, Neigungen und Stärken, die oftmals gar nicht bewusst sind.

In der modernen Medizin sind sie wertvolle Bestandteile des ganzheitlichen Behandlungsrepertoires. 


Anwendungsgebiete der Hypnose / Kontraindikationen

Die Wirksamkeit der Hypnotherapie konnte in vielen Studien belegt werden. (s.u. Revensdorf et al. 2003) Die folgende Tabelle orientiert sich an den im ICD-10 gelisteten Störungen. Bei den in der mittleren Spalte genannten Störungen ist die Anwendung empirisch gut bewährt. In den in der rechten Spalte gelisteten Fällen ist die Anwendung vielversprechend, aber – bisher – ohne ausreichenden empirischen Beleg.   

Kontraindikation

Absolute Kontraindikation besteht fast immer bei einer akuten Psychose, psychotischen Zuständen (Manie, schizophrener Schub) und bei paranoiden Vorstellungen. Da eine grundsätzliche Therapiemotivation notwendig ist, können antisoziale Persönlichkeitsstörungen durch Hypnose kaum beeinflusst werden.

Relative Kontraindikation liegt meist dann vor, wenn Rapportverlust während der Hypnose droht, wie bei schweren Borderline- und narzisstischen Störungen. Ursächlich ist die veränderte Realitätsorientierung in der hypnotischen Trance, die nur dann genutzt werden kann, wenn der Rapport aufrecht erhalten bleibt. 

  

Kategorien nach ICD-10

  

  

Störungsbereiche mit empirisch   belegter Wirksamkeit

  

  

Weitere indizierte   Störungsbereiche

  

  

Affektive Störungen
  (F3)

  

  

Depression,
  Hypomanie

  

  

                      –

  

  

Angststörungen
  (F40, 41, 42)

  

  

Phobien,
  diverse Ängste

  

  

Panikattacken,
Zwang

  

  

Belastungsstörungen
  (F43) (Stress)

  

  

akute Belastung,
  posttraumatische Belastung,
  Anpassungsstörung

  

  

                      –

  

  

Dissoziative,
  Konversions-,
  Somatoforme Störungen
  (F44, 45, 48)

  

  

somatoforme Schmerzen,
  Reizdarm,
  Fibromyalgie, u.a.

  

  

autonome Funktionstörungen,
Konversionen,
Hypnochondrie,
Dissoziative Identitätsstörung,
Amnesie, Fugue (ausreißen), Stupor

  

  

Essstörungen (F50)

  

  

Essattacken,
  Körperbild bei Essstörungen,
  
Übergewicht

  

  

Bulimie

  

  

Andere Verhaltens-
  auffälligkeiten mit körperlichen Störungen (F51,52 ,21)

  

  

Schlafstörungen,
  sexuelle Störungen

  

  

                      

                       –

  

  

Psychische und soziale Faktoren   bei somatischen Krankheiten (F54)

  

  

Operationsschmerz,
  Geburtsschmerz,
  Krebsschmerz,
  Migräne, u.a.

  

  

Tinnitus

  

  

Persönlichkeitsstörungen
  (F60)
  Verhaltensstörungen
  (F63-69)

  

  

Abnorme Gewohnheiten,
  Störung der sexuellen Identität,
  strukturelle Frühstörungen

  

  


                        –

  

  

Abhängigkeit und   Substanzmissbrauch
  (F1, 55)

  

  

Tabakabusus

  

  

Alkoholismus,
Missbrauch von psychotropen  Drogen

  

  

Schizophrenie und wahnhafte   Störungen (F29)

  

  

Schizophrenie ohne   Intelligenzminderung

  

  

                        –

  

  

Hirnorganische Störungen

  

  

Lähmung nach Insult,
  Infarkt, bei MS

  

  

                        –

  

  

Zusätzlich

  

  

Adipositas

  

  

                        –

  

  

Kinder und Jugendliche

  

  

Schmerzkontrolle,
  Enuresis,
  Übelkeit und Erbrechen bei Krebs

  

  

Aufmerksamkeits-
störungen, Tics,
Störungen des Sozialverhaltens

  


      

Wie wirkt Hypnose

Seit Freud gibt es den Begriff des Unterbewussten. Das Charakteristische hierbei ist, dass es sich der Kontrolle des gewöhnlichen Bewusstseins entzieht. Das Unterbewusste bestimmt vielmehr unser inneres Leben entscheidend mit und wirkt sich bis auf die körperliche Ebene aus. Oft ist es sehr viel mächtiger als unser Verstand oder unser „guter Wille” (niemand will neidisch, aggressiv und traurig sein oder körperlich blockiert und leidend). Es ist auch darum unbewusst, weil wir meistens nicht wissen, wie es entstanden ist. Oder gar, wie wir es auflösen könnten. Wir vermögen nur die oft unerwünschten Wirkungen zu sehen und erleiden diese.

In der Hypnose wird Trance hervorgerufen (Tranceinduktion kennt verschiedene Techniken dafür). Das normale Bewusstseinsgefüge entspannt sich, wird gelockert und wieder durchlässig (Die „Wächter”, die vor dem Unbewussten stehen, gehen sozusagen schlafen). So kann dann hypnoanalytisch herausgefunden werden, wo das Problem liegt und wie es entstanden ist (Hypnose wird nicht nur als Heilbehandlung, sondern auch in der Diagnose eingesetzt: In letzterer als Hypnoanalyse). Auch kann ein Heilimpuls unmittelbar in das dann geöffnete Unterbewusste „gepflanzt” werden, wo er sich dann entfalten – wirksam werden – kann.

Hypnose bei Stress und Verspannungen

Der „berühmte” verspannte Rücken, das unangenehme Gefühl von Ausgelaugtsein oder die Empfindung subtiler Gereiztheit und Lustlosigkeit sind häufige Stresssymptome. Oft gibt es nicht die Möglichkeit von mehr Urlaub, weniger Pflichten und rücksichtsvolleren Mitmenschen. Und selbst wenn! Die Beobachtung lehrt, dass gestresste Menschen z.B. im Urlaub oft ebenfalls angespannt sind. Sie können nicht loslassen, ausatmen.

Stress ist nicht ausschließlich eine Frage der Arbeit und des Umfeldes, sondern auch eine innere „Angelegenheit”. So kann z.B. ein Mensch durch sein Empfinden, „ein unglückliches, mangelhaftes Leben zu führen” äußerst gestresst sein. Hier stresst ihn das, was er nicht bekommt.

Hypnose aber heißt: Tiefenentspannung und Loslassen.

Sie kann außerdem zur Neuorientierung eingesetzt werden. Darum ist Coping (Stressbewältigung) ein Kerngebiet der Hypnotherapie. Gerade in einer großen Stadt wie München ist darum ein Angebot dieser Art von großer Bedeutung! Die Praxis zeigt, wie schön und heilsam es von „gestressten Menschen” empfunden wird, einmal „den ganzen Kram fallen zu lassen” und einzusinken in eine Innenwelt, in der die Seele wieder aus ihren eigenen Quellen schöpfen, zur Ruhe kommen kann, um schließlich wieder insgesamt harmonisch, entspannt und kraftvoll zu werden.

Hypnose bei Schlafstörungen oder Müdigkeit

Ein guter Schlaf ist die Voraussetzung eines guten Lebensgefühls. Es ist klar, wie wichtig es ist, ausgeruht zu sein und sich an den unsichtbaren Quellen des Schlafes zu erfrischen. Sogenannte Dyssomnien (Einschlaf- oder Durchschlafstörungen) beeinträchtigen aber die Konzentration, die Kommunikation und das Wohlbefinden schwerwiegend. Mit ebenso großem Leidensdruck gehen Hypersomnien einher: Die Erquickung bleibt trotz langen Schlafes aus; Müdigkeit bleibt bestehen.

Unter Insomnie versteht man das, was gemeinhin unter Schlaflosigkeit verstanden wird. (In den USA sind fast 40 Millionen Menschen davon betroffen. Ein Zusammenhang zur Prävalenz der Depression ist belegt.) Quälendes Wachliegen und Erschöpfungszustände sind ihre Folgen und Erscheinungen. Die Ursachen sind vielfältig und können in situativen Belastungen, Dauerstress, anderen psychischen Problemen, oder einem schlechten Lebensstil (Drogen/Untätigkeit) liegen. Manchmal besteht der Auslöser auch in einer „chronisch gewordenen Sorge” um einen anderen Menschen.

Oft kündigen sich ernst zunehmende psychische oder körperliche Probleme durch schlechten Schlaf, Albträume und Ruhelosigkeit schon an, wenn man im Alltag noch „funktioniert” (ein schrecklicher Begriff). Denn im Traum oder Schlaf werden dem kontrollierenden Verstand die Zügel aus der Hand genommen und es zeigt sich, wie es in Wahrheit um jemanden bestellt ist. Ich rate immer, Träume und Schlaf sehr ernst zu nehmen und Hilfe aufzusuchen, wenn hier Probleme über eine Phase von 4–6 Wochen andauern.

Entspannung durch Hypnose

Man könnte das Gebiet der Schlafstörungen als eines der „Königsgebiete der Hypnose” bezeichnen (Hypnos ist der antike Name vom Gott des Schlafes). In jeder Hypnose – unabhängig von der „Thematik” – geht es nämlich um ein schlaf- oder traumähnliches Loslassen und Entspannen. Schlafstörungen mit Hypnose zu behandeln ist daher äußerst effektiv.

Hypnose bei Angst

Nicht das Vorhandensein von Angst ist schon Störung oder Problem. Angst wird in bestimmten Situationen „zu Recht” freigesetzt. Denn hierdurch werden Kräfte erzeugt, die unmittelbar zu einem adäquaten Handeln führen. (Es ist hoffentlich unnötig, in Anbetracht eines ausgebrochenen Tigers zu grübeln, ob man flieht oder nicht.) Die Angst kann eben für eine angemessene und rasche Reaktion sorgen.

Anders stellt sich die Sache dar, wenn Angst ohne ersichtlichen Grund – oder in Unverhältnismäßigkeit zum Objekt – auftritt. Diese Art der – sinnlosen – Angst stellt für Betroffene ein überaus großes Problem dar: Das Wissen, nicht angemessen zu reagieren, verstärkt die Problematik oft noch. Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemprobleme, Zittern, Weinen und sogar schmerzähnliche Gefühle sind körperliche Symptome von Angst.

Angst kann scheinbar völlig grundlos auftreten. Phobien hingegen sind immer situations- und objektbezogen. Man spricht daher z.B. von Agoraphobie, die nicht nur für die bekannte „Platzangst” steht, sondern auch beim Erleben großer Plätze, beim Reisen usw. vorkommen kann. Weitere relativ bekannte Phobien, sind die Flugangst (Aviophobie) und die Spinnenangst (Arachnophobie). Unbekannter, wenngleich nicht weniger belastend, sind Ängste vor dem Sprechen (Glossophobie) oder vor Katzen (Ailurophobie).

Besonders wichtig ist das Thema der sozialen Phobie. Immer häufiger leiden Menschen an Angst vor Menschenbegegnungen, vor Kontakten und Beziehungen. Dies heißt aber nicht, dass keine Sehnsucht da ist. Die soziale Phobie scheint nach meiner Erfahrung auch immer häufiger als Latent-Angst relevant zu werden. Sie äußert sich dann als „soziale Unlust”, auffällige Unsicherheit oder dem Aufsuchen „sozialer” Parallelwelten im Internet.

Hypnose ist laut Studien ein geeignetes Instrument, welches sinnvoll bei Angst und Phobien eingesetzt wird. Wie bei der Depression gilt auch für die Behandlung von Angststörungen, dass Hypnose einmal als Symptombehandlung, zum anderen aber auch als wirkliche Heilbehandlung als Angstlöschung eingesetzt werden kann.

Ansätze in der Hypnotherapie (Zusammenfassung):

  • Desensibilisierung: Schrittweises Gewöhnen an bestimmte Objekte im inneren Erleben
  • Ressourcen-Ansatz: Stärke und Selbstbewusstsein erleben anstatt das Erleiden der eigenen Ohnmacht
  • Tiefenpsychologischer Ansatz: Aufarbeitung von in der Vergangenheit entstandenen Angstmustern

Eventuelle Vorgehensweise und Umfang der Therapie:

Hypnotherapie ist eine Kurzzeittherapie (in der Regel 5–15 Sitzungen), weil therapeutisch der direkte Weg – ins Unterbewusste – gegangen wird. Zum Beispiel zur Angstbefreiung gehen wir mit den betroffenen Menschen folgende Schritte:

  1. Diagnose
  2. Erste Hypnosereihe: „Der Weg” (mehrere Sitzungen)
  3. Bewertung des Heilprozesses
  4. Zweite Hypnosereihe: „Das Ziel” (vertiefte Hypnosen; mehrere Sitzungen)


Im Klassifikationssystem des ICD-10 finden sich folgende Angststörungen:

  

F40.0

  

  

Agoraphobie

  

  

F40.1

  

  

Soziale Phobien

  

  

F40.2

  

  

Spezifische (isolierte) Phobien

  

  

F40.8

  

  

Sonstige phobische Störungen

  

  

F40.9

  

  

Phobische Störung, nicht näher   bezeichnet

  

  

F41.0

  

  

Panikstörung (episodisch   paroxysmale Angst)

  

  

F41.1

  

  

Generalisierte Angststörung

  

  

F41.2

  

  

Angst und depressive Störung,   gemischt 

            

 

Programm z.B. für Raucherentwöhnung

Das „Paket” für die Raucherentwöhnung enthält verschiedene Schritte bzw. Stufen, die aufeinander aufbauen. Zuerst einmal werden Sie gebeten, vor Beginn des Programms zur Raucherentwöhnung wie bisher weiter zu rauchen.

Sie erhalten einen Fragebogen, den Sie zuhause ausfüllen können. (Zurücksenden per Post!) Dies ermöglicht uns eine individualisierte - also auf Sie „zugeschnittene” - Hypnose zum Aufhören vom Rauchen.

Das Programm läuft in einem Block etwa 2,5-3 Stunden in folgenden Schritten:

  • Vorbereitungshypnose zur Raucherentwöhnung (kleine Hypnose)
  • Besprechung des Fragebogens. Klärung Ihrer Fragen. Sie rauchen erst jetzt Ihre letzte Zigarette.
  • Die „große Rauchfrei-Hypnose”
  • Besprechung wichtiger Fragen bezüglich der kommenden rauchfreien Wochen (wiederum auf Grundlage der Informationen Ihres Fragebogens).

Hypnose z.B. bei Essstörungen

Essen hat nicht bloß die (körperliche) Funktion von Nahrungszufuhr, sondern ist mit unserer Psyche auf mannigfache Weise verbunden. Redewendungen und Begriffe wie „Wut hinunter schlucken”, etwas „zum Kotzen finden”, „auf den Magen schlagen”, ”es ist so bitter”, „Kummerspeck” usw. weisen auf den Zusammenhang von Fühlen und Essen hin. Annorexia nervosa (Magersucht), Bulemie (Ess-Brech-Sucht) und Ess-Sucht (Adipositas/Binge-Eating) sind häufige (im ICD-10 beschriebene) Störungen. Neben diesen drei Störungen, leiden viele Menschen, Statistiken gehen von 15% der Bevölkerung aus, an Übergewicht. Hypnose wird hier überaus erfolgreich eingesetzt.

„Innere Seelenbalance” durch Hypnose

Bei Ess-Störungen hat man es sehr häufig – psychologisch ausgedrückt – mit einer Störung der „inneren Seelenbalance” zu tun. Etwas ist aus dem Gleichgewicht. Es gibt entweder ein „Zuviel” oder „Zuwenig”. Eine Gesundung durch Hypnose wird dadurch erreicht, dass der betroffene Mensch, im doppelten Wortsinn, seine Maße wieder findet. Oft wird in der Hypnose aufgedeckt, was der Mensch unwissentlich, z.B. durch Ess-Attacken, vor sich selber verdrängen, zustopfen – „zuessen” – will. Gute Therapie sollte immer auch an den Ursachen ansetzen und nicht bloß Symptombehandlung sein (Was würde es z.B. nützen, wenn jemand schlank würde, aber unglücklich bliebe).

Hildegard von Bingen sagte einmal: 

"Wir müssen auf unsere Seele hören, wenn wir gesund werden wollen. Es gibt kein Entrinnen vor uns selbst. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen. Er wird allein sein. Alles ist mit Allem verbunden".

Wie sieht nun der Ablauf einer hypnotherapeutischen Behandlung aus?

Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung von Hyp­nose ist der Aufbau einer vertrauensvollen         Beziehung zwi­schen Klient und Therapeut.

In einem Vorgespräch werden das Störungsbild/Belastungszustand und alle Fragen des Klienten besprochen. Der Klient beschreibt die Ziele, die er durch die Behandlung erreichen möchte.

Die meisten Menschen sind in der Lage, durch Hypnose in einen Trancezustand zu gelangen. Voraussetzung da­für ist die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, eine bildhafte Vorstellung zu aktivieren und sich auf eine vertrauensvolle Beziehung zu dem behandelnden Hypnotherapeuten ein­zulassen.

In der Trance behalten Menschen die Kontrolle über sich und können, wenn sie wollen, den hypnotischen Prozess jederzeit unterbrechen oder beenden.

Wie also funktioniert das?

 

Bei der Hypnose wird der Klient durch gezielte Formu­lierungen des Hypnotherapeuten in einen veränderten Bewusstseinszustand, die hypnotische Trance, geleitet. Viele Menschen vergleichen das Erleben einer Trance mit dem angenehmen Zustand kurz vor dem Einschlafen, wenn man eher in Bildern denkt und der Körper zur Ruhe kommt.

Physiologisch kommt es zu einer Entspannungsreaktion: Herzschlag und Atmung verlangsamen sich, der Blutdruck sinkt.

Mental erlebt der Klient in Trance intensive Gelassenheit, Ausgeglichenheit, Lebensmut, Kraft, Sicherheit oder Beruhigung. Das rationale Denken tritt in den Hintergrund, während eine bildhafte Informationsverarbeitung ein­setzt und Vorstellungen auf allen Sinneskanälen aktiviert werden. Die Aufmerksamkeit wird auf das innere Erleben gerichtet, während die Wahrnehmung der Außenwelt eher in den Hintergrund tritt. Über hypnotische Suggestionen und die Aktivierung von Ressourcen erfährt der Klient den Zugang zu Verhaltens- und Erlebnisweisen, die für eine erfolgreiche Behandlung genützt werden können. Dabei wird das im Klienten vorhandene Reservoir von positiven Erfahrungsmöglichkeiten, unbewussten Bewältigungsstrategien und eigenen Stärken mit hypnotherapeutischen Techniken verfügbar gemacht. Oft sind auch wichtige Erfahrungen der Vergangenheit, welche in der hypnotischen Trance auftauchen und verarbeitet werden, für die Behandlung gegenwärtiger Probleme von Bedeutung. 

   

Telefonische Terminvereinbarung:   089/89691906